Den Glauben ins Spiel bringen

In der Vorabendmesse zum 1. Advent hat der Bischof von Basel, DDr. Felix Gmür, am 26. November 2016 den Pastoralraum Oberaargau errichtet. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, doch der gemeinsame Weg geht weiter. 

Nachdem wir bei der Erarbeitung des Pastoralkonzepts unseren kirchlichen Auftrag überpüft und geschaut haben, was wir als Kirche im Oberaargau bis jetzt gemacht haben, gemeinsam mit Angehörigen aller vier Pfarreien überlegt haben, was wir in Zukunft tun müssen und manchmal auch erkennen mussten, was wir vielleicht nicht mehr tun können, wurde dieses Konzept vom Bistum geprüft und für gut befunden.

4 verschiedenfarbige Törtchen mit unterschiedlicher Füllung bilden zusammen das Logo des neuen Pastoralraums - süsse Überraschung beim Apéro nach der Pastoralraumerrichtung

Wie Ihnen sicher bekannt ist, wurde in den letzten Jahren im Bistum Basel der Pastorale Entwicklungsplan PEP Den Glauben ins Spiel bringen entwickelt. Das Bistum schreibt dazu:  

Das Grundanliegen des PEP ist die Entwicklung einer Pastoral, die den Menschen unserer Zeit entgegen kommt. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist komplexer als vor einigen Jahrzehnten. Die Pastoral ist auf diese sich verändernde Gesellschaft auszurichten.
Der PEP umschreibt, welche Grundhaltungen, Ausrichtungen und Inhalte die Pastoral prägen sollten, damit das Evangelium gehört wird. Dabei stellen wir fest, dass sich die pastorale Grundaufgabe tiefgreifend geändert hat: Es geht viel weniger um die Begleitung gesellschaftlich gelebter Christlichkeit. Die Evangelisierung wird zum zentralen Moment; der Glaube muss überhaupt erst ins Spiel gebracht werden.
Diese veränderte Aufgabe ist zusammengefasst in der Grundperspektive des PEP: 'Den Glauben ins Spiel bringen'.
Sie wird ausgefaltet in vier Hauptleitsätzen:
1 In der Welt von heute Kirche sein 
2 Uns von Gott erfüllen und leiten lassen  
3 Uns in die Sorge Gottes für die Welt hineinnehmen lassen
4 Personal, Strukturen und Mittel auf die Pastoral ausrichten  

Um 'den Glauben ins Spiel bringen' zu können, sieht der Pastorale Entwicklungsplan drei Etappen vor:

1. Etappe: Erarbeitung der konzeptionellen Grundlagen  
Mit der Inkraftsetzung des Pastoralen Entwicklungsplans für das Bistum Basel durch Bischof Kurt Koch am 1. Oktober 2006 wurde diese Etappe abgeschlossen.  

2. Etappe: Schaffung der strukturellen Voraussetzungen für die Umsetzung und Erarbeitung der Pastoralkonzepte   Die Pastoral, die nötig ist, um den Glauben in einer ausdifferenzierten Gesellschaft ins Spiel zu bringen, bedingt ein Denken für das grössere Ganze und benötigt grössere Organisationsräume. Der Bischof hat deshalb beschlossen, das Bistum in Pastoralräume zu gliedern. Der Richtplan, der alle Pastoralräume des Bistums umschreibt, ist am Christkönigssonntag 2009 von Bischof Kurt Koch in Kraft gesetzt worden. Die Pastoralräume sollen nun errichtet werden. Diese Errichtung  wird als Projekt gestaltet. 

Nach den Vorabklärungen hat die Bistumsregionalleitung grünes Licht zum Start des Projektes gegeben. Dieses beinhaltet die Erarbeitung des Pastoralraumkonzepts und des Pastoralraumstatuts. Nach Prüfung der Konzepte hat der Bischof am 26. Noevmebr 2016 den Pastoralraum errichtet und  das Personal eingesetzt. Als 'Wort auf den Weg' sagt das Bistum zu diesem Prozess:  

Die Erarbeitung des Pastoralkonzeptes gibt Gelegenheit zu einer gründlichen Überprüfung der Pastoral und zu ihrer Ausrichtung auf die heutigen Notwendigkeiten. Wegweisend ist dabei der PEP.
Für eine erste Phase hat das Bistum aus dem PEP vier Schwerpunkte gewählt, welche besonders zu berücksichtigen sind:  
- Die Förderung und strukturelle Verankerung der Diakonie
- Erwachsene situationsbezogen ansprechen, im Leben und Glauben begleiten,     stärken und bilden
- Die Pastoral der Initiationssakramente (Taufe, Eucharistie, Firmung) für Kinder und   Jugendliche als differenzierten Weg gestalten, der zum Geheimnis Gottes hinführt

- Gemeinschaften entwickeln, bilden und vernetzen, welche Elemente der Glaubens   sichtbar leben
Im Pastoralkonzept des Pastoralraumes wird festgelegt, wie die pastoralen Grundvollzüge (Verkündigung, Liturgie, Diakonie) gelebt werden, was für besondere Schwerpunkte zu setzen sind, welche Stärken weiter gepflegt und welche Tätigkeiten nicht mehr weitergeführt werden.  

3. Etappe: Pastorale Umsetzung 
In den errichteten Pastoralräumen werden die Pastoralkonzepte im Alltag umgesetzt und weiter entwickelt. Die Entwicklung der Pastoral in der Perspektive der neuen Notwendigkeiten ist ein längerfristiger Entwicklungsprozess. Bischof Felix Gmür will diesen Prozess weiterführen. Die Pastoralraumkonzepte sind für das Bistum ein erster entscheidender Schritt zur Umsetzung des PEP.  

Am 26. Nov. 2016 hat Bischof Felix Gmür den Pastoralraum Oberaargau errichtet.

Das Seelsorgeteam des Pastoralraums ist - in Zusammenarbeit mit Frauen und Männern aus dem Kirchgemeinderat und aus den Pfarreiräten - zur Zeit an dieser pastoralen Umsetzung. Informationen zu diesem Prozess finden Sie laufend in der Pastoralraumspalte des pfarrblatts und auf unserem Monatsflyer.

Sämtliche für den Pastoralen Entwicklungsplan relevanten Unterlagen sind auf der Seite des Bistums Basel  zugänglich.

Wortwolke zu den PEP Hauptleitsätzen