Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen.

 

Inzens der Gaben

Dieses Wort aus dem Matthäusevangelium (Mt 18,20) steht als Leitmotiv über dem gemeinsamen Beten, Feiern und Singen in unseren Gottesdiensten.

Deshalb feiern wir nicht nur die gutbesuchten Pfarreigottesdienste an Sonn- und Festtagen, sondern halten auch an den Werktagsmessen und verschiedenen anderen Gottesdiensten fest.

Seit ihren Anfängen lebt die Kirche von der Eucharistie. In ihr findet sie den Sinn ihres Daseins, die unerschöpfliche Quelle ihrer Heiligkeit, die Kraft der Einheit und das Band der Gemeinschaft, den Impuls ihrer evangeliumgemässen Lebendigkeit, das Prinzip ihrer Evangelisierungstätigkeit, den Quell der Nächstenliebe und den Schwung zur Förderung des Menschen sowie die Vorwegnahme ihrer Herrlichkeit im ewigen Hochzeitsmahl des Lammes (vgl. Offb 19,7-9).
Der auferstandene Herr ist in seiner Kirche auf verschiedene Weise gegenwärtig, aber in ganz besonderer Weise im Sakrament der Eucharistie, wo durch die Gnade des Heiligen Geistes und die Worte der Konsekration das Brot und der Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi verwandelt werden, zum Lob und Ruhm Gottes, des Vaters. Dieses kostbare Geschenk und grosse Geheimnis fand im letzten Abendmahl und durch das ausdrückliche Gebot des Herrn Jesus: 'Tut dies zu meinem Gedächtnis' (Lk 22,19), seine Vollendung und wurde uns durch die Apostel und ihre Nachfolger überliefert. Der Apostel Paulus schrieb in seinem Bericht vom Brot und Kelch des neuen Bundes: 'Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe' (1 Kor 11,23). Es handelt sich um die kirchliche Tradition, die getreu von Generation zu Generation bis in unsere Tage weitergegeben wurde.

Aus dem Vorwort des Arbeitsinstruments der XI. ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode 2005 in Rom zu: Die Eucharistie: Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche.