Eine Messe für Verstorbene bestellen?

 

Als ob es die Toten gäbe!
Herr, es gibt keine Toten,
es gibt nur Lebende,
auf unserer Erde und im Jenseits.

Herr, den Tod gibt es,
aber er ist nur ein Moment,
ein Augenblick, eine Sekunde, ein Schritt.

Der Schritt vom Vorläufigen ins Endgültige,
Der Schritt vom Zeitlichen ins Ewige.

Michel Quoist

Kerzen in der Kathedrale Solothurn

Nicht nur in den traditionell katholisch geprägten Gegenden, auch bei uns im Oberaargau werden bis auf den heutigen Tag Messen für Verstorbene 'bestellt'. Dahinter steht die gute Absicht, den Verstorbenen weiter zu gedenken und sie Gott zu empfehlen.

In der Feier der Eucharistie bekennen die Angehörigen, Freunde und Nachbarn ihren Glauben und ihre Hoffnung, dass die Verstorbenen in der Gemeinschaft mit Gott leben, zu der alle Menschen gerufen sind. Das Seelenheil eines Verstorbenen können wir jedoch um kein Geld der Welt erkaufen.

In früheren Zeiten diente die Geldspende aus Anlass der Gedenkmesse dem Unterhalt des Geistlichen und der Kirche. Beide sind in unserem Bistum durch die Kirchensteuer weitgehend gesichert. Deshalb wird die Geldspende heute vornehmlich für karitative Zwecke eingesetzt.

Das Stipendium für eine einzelne Messe beträgt im Regelfall CHF 10.--.

Eine Jahrzeitstiftung über 20 Jahre - gem. Art. 245, 246 und 249 Ziff. 3 des Schweizerischen Obligationenrechts und gem. den hierüber geltenden kirchlichen Bestimmungen - wird mit CHF 250.--  von Seitens des Stifters/der Stifterin und einer u.a. vom bischöflichen Ordinariat unterzeichneten Urkunde über eine Jahrzeit-Stiftung (und der dazugehörigen Verpflichtung) abgeglichen.
Das die Stiftung annehmende Pfarramt - und der zugehörige Kirchgemeinderat - verpflichten sich, den Termin für die Gedenkmesse mit den Stiftern der Jahrzeitmesse während der Dauer der Stiftung abzusprechen.