Im Todesfall


Der Herr segne uns in unserem Leid und in unserer Trauer.
Der Herr zeige uns sein Antlitz, dass wir ihn sehen und seine Nähe erspüren.
Der Herr behüte uns in unserer Betroffenheit und Not, in unserem Zurückgelassensein und Alleinsein.
Der Herr wende uns sein Antlitz zu und sei uns gnädig, dass wir in seiner Kraft tragen können, was uns aufgetragen ist.
Der Herr schenke uns seinen Frieden, die Versöhntheit mit ihm und das Verstehen untereinander.
Wir geben unseren Verstorbenen in Gottes Leben, Licht und Liebe.
Wir geben uns selber in Gottes Obhut und Erbarmen. Amen.

Kreuz in der Chorwand der Kathedrale Solothurn

Was tun, wenn jemand gestorben ist?


Nach einem Todesfall müssen verschiedene Institutionen und Ämter informiert werden.
Der folgende Überblick zeigt Ihnen, wie Sie richtig vorgehen:

Ist jemand zu Hause gestorben, muss der Hausarzt benachrichtigt werden, damit dieser den Tod bestätigen und die Todesbescheinigung ausstellen kann. Sie benötigen diese Bescheinigung anschliessend für die Meldung beim zuständigen Zivilstandsamt

  • Ist der Tod im Spital, in der Seniorenresidenz, im Altersheim usw. eingetreten, erfolgt die Meldung an das Zivilstandsamt direkt durch die jeweilige Institution. Diese besorgt auch die ärztliche Todesbescheinigung.
  • Bei Tod durch Unfall oder Suizid ist die Polizei beizuziehen. Auch in diesem Fall ist eine ärztliche  Todesbescheinigung für das Zivilstandsamt zu verlangen.

Ein Todesfall muss immer dem Zivilstandsamt gemeldet werden. Im Zivilstandsamt werden folgende Unterlagen der oder des Verstorbenen benötigt:

  • Todesbescheinigung
  • Familienbüchlein (für Verheiratete, Verwitwete und Geschiedene; für ledige Personen: Heimatschein)
  • Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung
  • Bei Ausländerinnen und Ausländern sind zusätzlich der Pass der oder des Verstorbenen, der Ausländerausweis, der Eheschein und der Geburtsschein mitzubringen. Ausserdem ist das Konsulat des Heimatlandes zu benachrichtigen.


Zur Meldung an das Zivilstandsamt sind verpflichtet: der Ehegatte/die Ehegattin, die Kinder und deren Ehegatten, sodann der Reihe nach, die der oder dem Verstorbenen nächstverwandte ortsanwesende Person, der Vorsteher des Haushalts bzw. die Leitung des Heims, in dem der Tod erfolgte, und schliesslich jede Person, die beim Tod zugegen war. Andere Personen, wie z.B. Vertreter von Bestattungsinstituten, können den Todesfall nur mit schriftlicher Vollmacht eines Anzeigepflichtigen melden.

Bevor Sie mit dem zuständigen Amt oder dem Bestattungsinstitut den Termin für die Abdankung und die Beerdigung festlegen, nehmen Sie bitte mit dem Wohnortspfarramt der/des Verstorbenen Kontakt auf.

Der Seelsorger wird mit Ihnen einen Termin ausmachen, um den Beerdigungsgottesdienst zu besprechen.

Ein Beerdigungsgottesdienst soll eine persönliche Feier sein. Deshalb ist es gut, sich zu überlegen, was der oder dem Verstorbenen und den Angehörigen entspricht (U.a.: Halten wir die Abdankung in einem Wortgottesdienst oder in einer Eucharistiefeier? Soll ein Lebenslauf verlesen werden? Wird eine besondere musikalische Gestaltung gewünscht?).

Wenn die oder der Verstorbene zu unserer Kirchgemeinde gehört, sind die Feier des Beerdigungsgottesdienstes (inkl. Organist) sowie die seelsorgerliche Begleitung der Angehörigen kostenlos.

Wer sich nicht in der Lage fühlt, alles Organisatorische rund um die Bestattung selbst zu erledigen, kann ein Bestattungsinstitut damit beauftragen. Es ist durchaus möglich, nur einzelne Dienstleistungen durch ein Bestattungsinstitut ausführen zu lassen. Es ist auf jeden Fall wichtig, sämtliche Leistungen im Voraus schriftlich und mit einer genauen Preisangabe festzuhalten. Manchmal empfiehlt es sich auch, eine Gegenofferte einzuholen, da es im Preis-Leistungs-Verhältnis der einzelnen Firmen zum Teil beachtliche Unterschiede gibt.