Ich lasse mich firmen 

Die Firmung ist das Sakrament der Geistsendung. Unter verschiedenen Zeichen hat Christus selbst den Geist verliehen:

Am Tag der Auferstehung hauchte er die Apostel an und sprach:
Empfangt den Heiligen Geist (Joh 20, 19-23).

Im Sturmwind und im Feuerzeichen kam der Geist auf die junge Kirche.
So schildert die Apostelgeschichte das erste Pfingstfest.

Durch Gebet und Auflegung der Hände haben
die Apostel den Heiligen Geist weitergegeben (Apg 8, 14-17).


So wird auch heute die Firmung durch den Bischof oder einen beauftragten Vertreter gespendet.
Ein Gefirmter ist mit der Gemeinschaft der Christen vollkommener verbunden. Das Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche sagt:

Die Wirkung der Firmung ist die besondere Ausgiessung des Heiligen Geistes, wie einst an Pfingsten.
Diese Ausgiessung prägt der Seele ein unauslöschliches Siegel ein und führt zum Wachstum der Taufgnade: Sie verwurzelt tiefer in der Gotteskindschaft, sie vereint fester mit Christus und mit seiner Kirche, sie stärkt in der Seele die Gaben des Heiligen Geistes; sie schenkt eine besondere Kraft, um für den christlichen Glauben Zeugnis abzulegen. (Kompendium, Nr. 268.)


Die Firmung ist das Sakrament der Mündigkeit. Bei der Firmung soll der junge Mensch selbst und aus eigenem Wunsch und eigener Entscheidung ja sagen zum Glauben an Jesus Christus.
                                  
Jede Religion nimmt den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden wahr und ernst. Das ist einer der Gründe, warum die Kirche an diesem Übergang das Sakrament der Firmung feiert.

Jungen Menschen soll für den Weg des Erwachsenwerdens und der Selbständigkeit die Hilfe des Glaubens mitgegeben werden.

In der Taufe hat Gott zu ihnen Ja gesagt; bei der Firmung dürfen sie ihr eigenes Ja zu Gott sagen. Die Firmlinge sollen die Chance bekommen, sich zu mündigen Christen zu entwickeln, die ihre Aufgaben in der Kirche und der Gesellschaft verantwortungsvoll wahrnehmen.

Unsere Jugendlichen empfangen die Firmung in der 8. Klasse.
 
Die Botschaft der Firmung ist, dass die Gaben des Heiligen Geistes, den Heranwachsenden

  •     Orientierung schenken in der Sinnsuche
  •     Selbstbewusstsein und Stärke bringen für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit
  •     zu einem ehrfürchtigen und vertrauensvollen Menschen- und Gottesbild führen.


Diese Mitteilung des Heiligen Geistes wird in der Gemeinschaft der Kirche - von Anfang an - an die Gesten der Handauflegung und der Salbung gebunden.

Ausschnitt der Kathedra ("Bischofsstuhl") in der Katherdale Solothurn, Wappen von Bischof Felix Gmür

Erwachsenenfirmung


Wenn Sie als Kind getauft wurden, sich aber später nicht haben firmen lassen, können Sie dieses Sakrament -  nach entsprechender Vorbereitung - auch im Erwachsenenalter empfangen.

Zweimal im Jahr wird im bischöflichen Ordinariat in Solothurn eine Erwachsenenfirmung gefeiert - oder Sie haben die Möglichkeit, das Sakrament zusammen mit den Jugendlichen der Pfarrei zu empfangen.

Nehmen Sie mit Ihrem Pfarrer/Ihrer Gemeindeleiterin Kontakt auf, um Ihre persönliche und individuelle Firmvorbereitung zu besprechen.