Kirchgemeindehaus an der
Hasenmattstrasse 36 in Langenthal

Der Seelsorge in Langenthal stellte sich schon in den sechziger Jahren das schwere Problem der Eingliederung der Ausländer und ihrer Familien in die Pfarrei. In der Pfarrei lebten 1500 Italiener und Spanier, das waren 40% der Pfarreiangehörigen. Seit Jahren wurden die Italiener von Priestern der Missione Cattolica Italiana in Bern betreut. Dank der Aufgeschlossenheit des Kirchgemeinderates für seelsorgliche Anliegen konnte am 1. Oktober 1963 eine eigene Missione Cattolica Italiana in Langenthal errichtet werden. Da der erste Italienerpfarrer, Don Giuseppe Audisio, die spanische Sprache beherrschte, nahm er sich auch der Spanier an, bis dann der Spanierseelsorger von Olten jede Woche nach Langenthal kam. Unter Don Giorgio Fornasari wurde im alten Kinderheim auf dem Schoren ein Asilo für die Kinder der Gastarbeiterfamilien eingerichtet, das drei Ordensschwestern aus Sizilien leiteten. Um den Gastarbeitern in ihrer schwierigen Lage noch besser helfen zu können, wurde vom Kirchgemeinderat die Stelle einer Assistene Sociale geschaffen. Im Sommer 1964 traf aus Solothurn die gute Nachricht ein, dass Bischof Mgr. Dr. Franziskus von Streng den Neupriester Karl Ries aus Bern zum Vikar der Pfarrei Langenthal ernannt habe. Nun konnten die Schülergruppen (Jungwacht und Blauring) und die Gruppen der Jugendlichen in ihrer Tätigkeit besser begleitet werden. Dem Pfarrer wurde es möglich, sich vermehrt der Erwachsenenbildung und der Förderung der Gemeinschaft in der Pfarrei zu widmen. Die Gemeinde der Zukunft muss ja ein Ort des offenen Gesprächs und eine Kontaktstelle für alle Menschen guten Willens werden. Auch jetzt erkannte der Kirchgemeinderat die Zeichen der Zeit. Das können wir der Botschaft vom 13. Juni 1966 an die Kirchgemeindeversammlung entnehmen. Der Kirchgemeindepräsident Marcel Lang schreibt: 'Die Notwendigkeit, für unsere Pfarrei ein Heim und Zentrum zu schaffen mit Räumlichkeiten für die Betreuung der Jugend und anderer Organisationen, für Freizeitgestaltung, kulturelle und religiöse Vorträge, Versammlungen, Proben, Zusammenkünfte unserer ausländischen Katholiken usw. macht sich immer dringender spürbar.' Schon am 20. September 1968 konnte Bischof Mgr. Dr. Anton Hänggi das Kirchgemeindehaus an der Hasenmattstrasse einweihen.